Kungsträdgarden

Royale Erholung mitten in Stockholm – das erwartet Sie im ”Kungsträdgarden” (zu Deutsch: „Königsgarten“). Hinter der Königlich Schwedischen Nationaloper am nördlichen Ufer

Kungsträdgarden
des Norrström gelegen, zählt der ursprüngliche Schloss- und Gemüsegarten des 1635–1643 errichteten Renaissanceschlosses Makalös zu den ältesten Parkanlagen der schwedischen Hauptstadt Stockholm. Doch die ersten Anfänge des Gartens reichen sogar noch viel weiter zurück. So wurde der Ort erstmals im Jahre 1430 schriftlich erwähnt und als „Konungens Kålgård“ ("Königlicher Kohlgarten") bezeichnet.

Während der Kungsträdgarden einst streng bewacht und nur für Mitglieder des Hofes zugänglich war, wurde er im 18. Jahrhundert nach barockem Ideal umgestaltet und nach dem Tod des kunstsinnigen Königs Gustav III. der Allgemeinheit geöffnet. Schnell avancierte der umgangssprachlich als „Kungsan“ bekannte Park zu einem beliebten Ort der Zerstreuung, der 1796 nochmals nach den neuen und aus England stammenden romantischen Gartenideen verändert wurde. Unter anderem wurde ein Gewächshaus zum Tanzsaal umgebaut. Im Jahre 1825 ging dann tragischerweise Schloss Makalös durch ein Feuer verloren.

Auch wenn der Park im Lauf der Zeit viel an Rasenfläche und idyllischem Grün eingebüßt hat - mit seinem großen Wasserbassin, seinen Statuen, dem bekannten „Tehuset“ und sKungsträdgarden, Foto: Stockholm Visitors Board, Henrik Tryggeinen großen Bäumen ist der Kungsträdgarden bei den Stockholmern überaus beliebt. Ob bei Tag oder Nacht - hier ist immer etwas los. So können Sie hier unzählige Feste und Open-Air-Festivals besuchen, in kleinen Kunstgalerien stöbern, im Winter Schlittschuh laufen oder im Sommer in den gemütlichen Cafés entspannen, eine Partie Schach oder Boule spielen oder nur mit einem Buch auf der Bank sitzen. Kehren Sie doch einfach mal in einen oder zwei der zahlreichen Pavillons ein, in denen Sie von einheimischer Kost bis Italienisch oder Asiatisch sehr abwechslungsreich essen können - und das alles noch recht preiswert. Und wenn Sie doch lieber ein Picknick bevorzugen – ein Plätzchen mit schönem Blick auf Gamla Stan mit dem königlichen Schloss werden Sie problemlos finden.

Besonders stimmungsvoll ist natürlich der Weihnachtsmarkt im Kungsträdgarden, bei dem sich zahlreiche Holzhütten aneinander schmiegen. Angesichts der vielen leckeren schwedischen Spezialitäten wird Ihnen hier mit Sicherheit das Wasser im Munde zusammenlaufen. Als kleiner Geheimtipp sei allen Liebhabern von frischen Meeresfrüchten der kleine Fischstand gleich am Haupteingang des Weihnachtsmarktes, der Hamngatan, besonders empfohlen. Gegen die winterliche Kälte helfen zudem die vielen abwechslungsreichen Heiss-Getränke. Wenn Sie darüber hinaus noch auf der Suche nach einem landestypischen Souvenir oder einem Mitbringsel für die Daheimgebliebenen sind, so werden Sie hier ganz sicher fündig, denn traditionelle Handwerkskunst gibt es auf diesem Weihnachtsmarkt in Hülle und Fülle.

Ob an kalten oder warmen Tagen: Der Kungsträdgarden eignet sich zu jeder Jahreszeit ideal zur Erholung vom Alltagstrubel oder von einem ausgedehnten Stadtbummel. Am besten erreichen Sie den Park mit den Bussen 2, 43, 55, 62, 71, 76 oder auch mit der Blauen Linie. Denn seit 1977 gibt es eine gleichnamige U-Bahn-Station, um deren Bau sich einst sogar der so genannte „Ulmenkrieg“ entbrannte. So hatten Umweltaktivisten in den Siebzigerjahren eine Umplanung des U-Bahneinganges durchsetzen können, wodurch eine Gruppe von Ulmen gerettet werden konnte, die nach den alten Planungen hätte gefällt werden sollen. Die Station selbst liegt in ca. 35 m Tiefe und wurde vom Künstler Ulrik Samuelson sehenswert ausgeschmückt.

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