Östermalm

Hier treffen sich die Reichen, die Schicken und die Schönen und diejenigen, die sich dafür halten – denn Östermalm ist der exklusivste und teuerste Stadtteil Stockholms, der Nobel-Einkaufsplatz der Hauptstadt,

Östermalm
der neben Södermalm angesagteste Ort zum Feiern, der Sitz der Botschaften und die Wohngegend der High Society.

Und dabei ist die Geschichte des glamourösen Viertels noch gar nicht so alt, denn erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Hügel Östermalms planiert, damit nach Pariser Vorbild ein Stadtteil mit breiten Boulevards entstehen konnte. Doch das ist dann wirklich gelungen! Krönung des Ganzen ist mit Sicherheit Strandvägen, eine herrliche Promenade, auf der Sie stilvoll am Wasser und mit Blick zur Museumsinsel Djurgaden spazieren gehen können. Und wenn Sie anschließend auf der Suche nach renommierten internationalen Marken oder hochklassigem skandinavischen Mode- und Innendesign sind, dann ist Östermalm eindeutig das Richtige für Sie! Eine gewaltige Zahl an Geschäften, Shops und Kaufhäusern wird hier um Ihre Gunst werben.

Vor allem rund um Stureplan ist alles vertreten, was in der Modewelt Rang und Namen hat – zeitloses, klassisches Design inklusive. Wenn Sie in die Nobelgeschäfte der bekanntesten Modeschöpfer eintauchen wollen, dann locken Sie zum Beispiel Armani und Filippa K. auf der Biblioteksgatan, während Urban Outfitters seinen großen Shop in dem ehemaligen Kino Röda Kvarn eingerichtet hat. Kunst- und Einrichtungsfachgeschäfte wie Svenskt Tenn und Malmstenbutiken verführen Sie hingegen in der Strandvägen, nahe der Bucht Nybroviken. Qualitätvolle Antiquitätenhändler können Sie schließlich rund um die Kommendörsgatan aufsuchen, wenn Sie nicht im Auktionshaus Bukowskis am südlichen Ufer der Bucht fündig werden sollten.

Östermalm, Foto: Stockholm Visitors Board, Staffan EliassonErschöpft vom langen Shoppingvergnügen und auf der Suche nach stilvollem Ambiente, um den knurrenden Magen zu beruhigen? - in Östermalm überhaupt kein Problem. Besuchen Sie den „Esstempel“ der Stockholmer am südwestlichen Teil des Stureplan. Hier öffnet Ihnen die berühmte „Saluhall“ ihre Pforten, eine ca. 3000 m² große Markthalle, die am 30. November 1888 in der Gegenwart König Oskar II. eingeweiht wurde und seitdem Einheimische und Besucher kulinarisch wie optisch fasziniert. So ist die von den Architekten Isak Gustaf Clason und Kasper Salin entworfene komplexe Gusseisenkonstruktion mitsamt ihrer originalen Inneneinrichtung bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben. Kein Wunder, dass diese einzigartige Markthalle zu den schönsten Bauwerken des späten 19. Jahrhunderts in Schwedens Hauptstadt zählt. Hier drängen sich ohne Unterschied bekannte Küchenchefs und weniger bekannte Hausfrauen an den Ständen. Und zuweilen mischt sich sogar noch ein hochprominenter Gast darunter: Königin Silvia, die den zahlreichen Köstlichkeiten aus aller Welt ebenfalls nicht widerstehen kann.

Und falls Sie dort vielleicht doch ein wenig zuviel geschlemmt haben sollten, können Sie in Södermalm auf ebenso stilsichere Weise Abhilfe schaffen: In der herrlichen „Storchen-Apotheke“ gegenüber der Elim Kyrkan, die als kulturhistorisch wertvollste Apotheke ganz Schwedens zählt. Das Gebäude mit seinem Wahrzeichen über dem Eingang, dem goldenen Storchen, der eine Schlange im Schnabel hält, wurde 1897 bis 1899 von Hans Jacob Hallström errichtet. Die Wände des Innenraumes sind mit imitiertem Marmor ausgekleidet und im Stil der Neorenaissance mit neugotischen Elementen gehalten. Die Glasdecke stellt Allegorien der Gesundheit und Krankheit sowie des Lebens und des Todes dar, während Büsten und Porträtmedaillons bekannte Ärzte und Forscher zeigen. Die Regale des Verkaufsraumes aus Rosenholz, Ebenholz und Jakaranda sind darüber hinaus mit Gegenständen aus der Entstehungszeit eingerichtet.

Frisch gestärkt oder gut genesen, sollten Sie sich dann am Abend nochmals zum Stureplan begeben, denn der Platz ist auch Zentrum des Stockholmer Nachtlebens. Viele Clubs wie beispielsweise die Spy Bar, das Laroy oder die Sturecompagniet werben dort um Ihre Gunst. Wer es lieber klassischer mag, begibt sich hingegen in die Berwaldhalle, benannt nach dem schwedischen Komponisten Franz Berwald. Gerühmt für ihre hervorragende Akustik, ist die zum größten Teil in einen Felsen gesprengte Konzerthalle seit 1979 Garant für festliche Konzerte des Schwedischen Radiosinfonieorchesters und bietet über 1300 Besuchern Platz.

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