Norrmalm

Zentraler geht es kaum noch, denn obwohl erst im 17. Jahrhundert eingemeindet, ist Norrmalm heute das zentrale Stadtviertel von Schwedens Hauptstadt Stockholm, auch als „Stockholm City“ bezeichnet.

Norrmalm Sergels Torg, Foto: Stockholm Visitors Board, Jeppe Wikstrom
Hier können Sie sich tagsüber in das rege Treiben eines großstädtischen Geschäftsviertels werfen, hier finden Sie den Hauptbahnhof, der 1871 eröffnet wurde, und hier wurde seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts – leider zuweilen mit wenig Rücksicht auf die alte Bausubstanz - ein modernes Stadtzentrum mit Banken, Bürogebäuden, Geschäften und breiten Straßen errichtet. Große Kaufhäuser und Regierungsgebäude finden Sie hier ebenfalls.

Und selbst für das kulturelle Leben ist gesorgt – auf höchstem Niveau sogar. So müssen Sie sich zwischen dem Besuch der Oper, des „Kulturhuset“, des „Konserthuset“, des Nationalmuseums sowie zahlreicher Kinos mit internationalem Programm entscheiden. Neben vielem Neuen ist in Norrmalm aber auch noch Altes zu finden: Besuchen Sie auf jeden Fall die königliche Begräbniskirche, die „Riddarholmskyrkan“, die zwischen 1280 und 1300 entstand und auf der kleinen Stadtinsel Riddarholm liegt. Die gotische Kirche gehörte einst zu einem Franziskanerkloster, das jedoch im 17. Jahrhundert abgerissen wurde. Hier ruhen die Gebeine der schwedischen Monarchen seit Magnus III. Erst seit dem Tode König Gustav V. im Jahre 1950 wurden die Mitglieder der Königsfamilie nicht mehr in der Riddarholmskyrkan beerdigt, sondern auf dem Königlichen Friedhof Haga.

Norrmalm - Königliche Oper, Foto: Stockholm Visitors Board, HumanSpectra

Guter Ausgangspunkt für die Erkundung des Stadtviertels ist der sogenannte „Sergels torg“, ein großer Platz, der nach dem Bildhauer Johan Tobias Sergel benannt wurde, dessen Atelier einst in der Nähe lag. An der Westseite des Platzes finden Sie praktischerweise den Eingang zur Station T-Centralen sowie zu unterirdischen Einkaufspassagen. Nördlich des Platzes ragen zudem die bekannten fünf City-Hochhäuser jeweils 72 m und 19 Stockwerke in den Himmel, die von bekannten schwedischen Architekten entworfen und von 1955 bis 1966 erbaut wurden. Vor allem nachts bietet der Sergels torg eine faszinierende Atmosphäre, wenn die 37 m hohe Glassäule von Edvin Öhrström in der Mitte des gewaltigen Brunnens in hellem Licht erstrahlt.

In der Nähe des Platzes liegt zudem die große Fußgängerzone, die Drottningsgatan, die einerseits direkt auf die Altstadt-Insel Gamla Stan führt, und andererseits am Strindbergmuseum endet. Hier schlägt Ihnen das Shoppingherz bestimmt höher, denn in der Drottingsgatan können Sie Geschäfte durchstöbern, so weit Sie Ihre Füße tragen. In den Abendstunden, wenn die Geschäfte geschlossen sind, müssen Sie sich in Norrmalm aber ein wenig auf die Suche begeben, um noch pulsierendes Leben zu finden. Doch dafür gibt es ja neben dem Konzerthaus vor allem die Königliche Oper an der Strömgatan - eines der schönsten Gebäude des gesamten Stadtteils. In dem neoklassizistischen Bau, der 1898 nach Plänen von Axel Anderberg fertig gestellt wurde, stehen hochkarätige Opern- und Ballett-Aufführungen auf dem Programm. Das imposante 28 x 8 Meter große „Goldfoyer“ im ersten Stock sollten Sie bei einem Besuch nicht verpassen, denn es ist äußerst prächtig mit Gold und Spiegeln verziert. Nach dem Kunstgenuss können Sie sich abschließend im berühmten Restaurant Operakällaren verwöhnen lassen – sofern Sie einen Platz ergattern. Rechtzeitig buchen ist bei dem beliebten Gourmettempel deshalb ein Muss!

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